Schimmel? Stoßlüften Pflicht?

„Das Landgericht Frankfurt hat in einem Urteil entschieden, dass falls Feuchtigkeitsschäden oder Schimmelbildungen vor allem auf Nutzungsverhalten des Mieters zurückzuführen sind, dieser zu 3 bis 4x Stoßlüften täglich verpflichtet werden kann. Allerdings natürlich nicht während seiner Abwesenheit. (LG Frankfurt 2-17 S 51/14).“ Gefunden in DMB MieterZeitung 6/2015

Sollte es dennoch zu Feuchtigkeitsproblemen kommen, so scheint den Gerichten ein darüber hinausgehendes Lüften nicht dem üblichen Mietgebrauch zu entsprechen und nicht zumutbar zu sein. Dann heißt es nochmal genau die Ursache klären. Der Vermieter soll sogar laut eines Urteils (AG Tempelhof-Kreuzberg – 20C 234/13, WuM 2016, 170) für ein Raumklima sorgen, bei dem dreimaliges Lüften ausreicht. Ich, selbst Vermieter, bin gespannt, wie sich das Thema weiter entwickelt.

„Die Übergabe eines Merkblatts zum richtigen Heizen und Lüften der Wohnung bei Mietvertragsabschluss befreit den Vermieter nicht von seiner Gewährleistungspflicht für Schimmel- oder ähnlichen Schäden. … (LG Berlin – 65 S 400/15, WuM 2016, 416).“ Gefunden in DMB MieterZeitung 5/2016. Schimmel und Lüften im Wohnraum bleibt rechtlich ein kompliziertes Thema.

Wie auch immer, Bewohner einer Wohnung sollten das Klima, bzw. die Raumluftfeuchtigkeit überwachen und entsprechend handeln/lüften, für ihre eigene Gesundheit. Einfach macht das z.B. ein Hygrometer inkl. Lüftungs-Warn-LED / Lüftungstrainer.

Erfahrungsgemäß ist das 3 – 4 malige Stoßlüften oft sehr schwer im Arbeitsalltag durchzuführen, und eben manchmal nichtmal ausreichend. So z. B.  in den Übergangsmonaten mit hoher Aussenluftfeuchte und wenig Heizungsnutzung.  Da hilft Lüften oft so gut wie gar nicht. Darum hier wieder mal mein „baubiologischer Blick“ auf das Thema:

Zu solchen Zeiten muss genügend nicht schimmelanfälliges, feuchteaufnahmefähiges Material, am besten auf den Außenwänden, vorhanden sein. Doch Lack-, Latex- und sogar Dispersionsfarben machen diese Flächen zu dicht. Laminatböden und laminierte Spanplattenmöbel sowie andere dichte (diffusionshemende, im Volksmund „nicht atmende“) Flächen verhindern ebenfalls, dass es Klimapuffer/Feuchtepuffer im Raum gibt. So kann überschüssige Luftfeuchtigkeit lediglich kondensieren, zunächst an den kühlsten Stellen, manchmal jedoch auch überall im Raum.

Auch eine Innendämmung der Außenwände im Aufbau mit einer sog. Dampfdiffusionssperre (Dampfsperre, dampfdichte Folie), reduziert in diesen Fällen lediglich die Schimmelbildung auf der Außenwand, reduziert jedoch kaum die Luftfeuchte.

Die Lösung liegt in einer feuchteaufnahmefähigen Beschichtung der Wände:

Es gibt schimmelresistente Anstriche, welche Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können (BioRid z.B.) und auch ebensolche Innendämmsysteme, wie die bewehrte Kalzium-Silikat-Platte oder mineralische Dämmplatten oder Blähglasgranulatplatten (Achtung, alle diese Produkte müssen vollflächig verklebt werden und dürfen nicht, mit o. g. Anstrichen versehen werden, Hersteller Angaben beachten!).

Die Innendämmung hat natürlich den Vorteil, dass sie hilft Heizkosten zu sparen, was bei vielen Altbauten mit dünnen Aussenwänden durchaus angebracht ist.

Manchmal ist auch ein automatisiertes, luftfeuchtegesteuertes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sinnvoll.

Ob die Feuchtigkeit auf den Wänden Ihrer Wohnung durch das oben erklärte Phänomen zurückzuführen ist, kann meine Ursachenanalyse und Sanierungsberatung vor Ort klären.

Ihr Baubiologe IBN

Dieter Stahl

  • Schimmel töten Sie am besten chlorfrei ab mit Jati-Schimmelpilzentferner* oder BioWash von Pigrol*, diese sind beide sehr gut für schnelle Ergebnisse geeignet. Mit einem länger anhaltendem Effekt und ohne die Gefahr, dass durch das Mittel andere Farben an Stoffen, Bezügen oder ähnlichem ausbleichen könnten: Porozid von HydroChemie*.
  • Entfernen kann man ihn dann mechanisch, feucht. Sind z.B. Silikonfugen im Bad betroffen, so bleiben die schwarzen Punkte, Verfärbungen natürlich auch nach dem Abtöten des Schimmelpilzes bestehen, da hilft nur: Silikonfugen erneuern!

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Dieter Stahl
Baubiologe IBN
2. November 2016 Dieter Stahl